Aktuelles > Detlef Stickel erfolgreich bei Deutschen Seniorenmeisterschaften

 

(mas) Für Detlef Stickel endeten die deutschen Tischtennismeisterschaften der Senioren mit einem Riesenerfolg. Die Nummer eins der Tuttlinger Oberligamannschaft holte sich in Bielefeld Platz drei im Herren-Einzel. Im Doppel und Mixed erreichte er jeweils das Viertelfinale. Mit etwas mehr Glück wäre für den 40-Jährigen sogar noch mehr möglich gewesen. Allein die Zahlen dieses größten nationalen Turnier im Tischtennissport lesen sich beeindruckend: Annähernd 480 Spielerinnen und Spieler aus den 20 Verbänden kämpften in sieben Altersklassen und 35 Konkurrenzen um die begehrten Meistertitel. Ort des Geschehens war die Seidensticker-Halle in Bielefeld, wo an sage und schreibe 33 Tischen gespielt wurde.

Einer jener 480 Tischtennisspieler war der Tuttlinger Detlef Stickel, der mit seiner Leistung eine überaus erfolgreiche Saison krönte: Nach dem Aufstieg mit der Mannschaft in die Oberliga gelang ihm nun in Bielefeld einer der größten Erfolge seiner Laufbahn. In der "Königsklasse" der Senioren 40 konnte ihn erst Ernst Fischer im Halbfinale stoppen. Und das denkbar knapp, endete doch das Match im Enscheidungssatz mit 16:14 für den Spieler aus Hessen. Zuvor hatte der Tuttlinger als Gruppenzweiter die Vorrunde überstanden. Schon zu diesem frühen Zeitpunkt galt es, eine kritische Situation zu überstehen, doch Stickel konnte sich als Gruppenzweiter für das Hauptfeld der besten 32 Spieler qualifizieren. Dort wartete mit Alexander Krießbach gleich ein starker Gegner, den der Tuttlinger mit 3:2 Sätzen bezwingen konnte. Nun war die langjährige Nummer eins des TTC im Turnier: Detlef Gäßler vom Pfälzischen Tischtennisverband musste ebenso in vier Sätzen die Segel streichen wie Joachim Beumers vom Westdeutschen Tischtennisverband. Mit diesem Sieg war der Württembergische Seniorenmeister unter den letzten Vier. Hier wartete mit Ernst Fischer ein ganz starker Gegner. Es entwickelte sich ein mitreißendes Spiel zweier gleichwertiger Gegner. Stickel hatte vier Matchbälle, konnte diese aber nicht nutzen. Am Ende hatte der Hesse denkbar knapp im fünften Satz gewonnen. "Und dann schreit Dich bei einer Senioren-Veranstaltung dein Gegner nach dem verwandelten Matchball im Einzel-Halbfinale nach einem großen Kampf nicht nieder, sondern umarmt dich zum Trost - ist das nicht klasse?", so der Tuttlinger nach dem Semifinalkrimi. Ernst Fischer musste sich dann im Finale seinem Bruder Hans-Jürgen Fischer, einem ehemaligen Bundesligaspieler, geschlagen geben.

Auch im Doppel fehlte nicht viel und der 40-Jährige wäre an der Seite von Frank Hessenthaler ganz oben gelandet. Im Viertelfinale ging es wieder gegen die Fischers. Hier hatten die Württemberger bereits einen 2:0-Satzvorsprung und alle Chancen auf das Halbfinale, in dem eigentlich leichtere Gegner warteten. Doch die späteren deutschen Meister Fischer/Fischer konnten das Spiel noch drehen, so dass für Stickel/Hessenthaler in der Rund der letzten Acht Endstation war.

Ganz ähnlich die Situation im Mixed, wo der Dritte der Landesmeisterschaften an der Seite von Bettina Martin, Siegerin der Damenkonkurrenz bei den Seniorinnen 40, spielte. Beide harmonierten prächtig und hatten den Halbfinaleinzug dicht vor Augen. Doch eine 9:6-Führung im fünften Satz reichte nicht aus, so dass für die beiden Spieler des TTVWH im Viertelfinale das Aus kam.

Doch die Bilanz des Tuttlingers fällt positiv aus: Der Medaillenplatz im Einzel und die starken Leistungen im Doppel und Mixed zeugen davon, dass Detlef Stickel bei den 40-Jährigen zu den besten Spielern Deutschlands zählt. Auch abseits der grünen Tische erwies sich das Mammutturnier in Bielefeld als äußerst gelungen. "Ich hätte nicht gedacht, dass das auch im Umfeld einen derartigen Spaß bietet und sich so viele neue Freundschaften entwickeln können", so Stickel nach einem überaus erfolgreichen Turnierwochenende.


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Veröffentlicht
13:16:00 03.06.2013
Sascha Baur